»Lebende Zielscheiben«

Preußische Heeresverwaltung führt dem Kaiser neuen Apparat für Schießübungen vor

Beitrag aus der Rubrik »Politische Rundschau« des »Lübecker Volksboten« vom 29. Mai 1914.

Beitrag aus der Rubrik »Politische Rundschau« des »Lübecker Volksboten« vom 29. Mai 1914.

Das noch neue Medium Film und die Möglichkeit der Projektion im Kino, damals oftmals »Kintopp« genannt, steckte 1914 noch in den Kinderschuhen. Neben den Parteien und der Presse entdeckte nun auch das Militär, welche Möglichkeiten in der neuen Technik steckten. Mithilfe eines speziellen Projektionsapparates sollten Soldaten in Zukunft zur Übung auf bewegliche Ziele schießen können. Anhand der Einschusslöcher und dem Anhalten des Films ließ sich dann die Treffgenauigkeit überprüfen. Der »Lübecker Volksbote« kommentierte die Nachrichten der bürgerlichen Presse mit der Hoffnung, dass das Kriegsspielen in Zukunft nur noch im Kino stattfinde – ein bis heute aktueller, aber noch immer nicht Wirklichkeit gewordener Gedanke.

Link zur Quelle: »Lübecker Volksbote« vom 29. Mai 1914.

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