Zweiradfahren

Immer mehr Arbeiter können sich ein Fahrrad leisten

Fahrräder gehörten in der ersten Hälfte des Jahres 1914 neben Lebensmitteln und Bekleidungsartikeln zu den oft beworbenen Konsumgütern in der Arbeiterpresse. Hier eine Anzeige aus der »Volksstimme« (Magdeburg) vom 23. Mai 1914.

Fahrräder gehörten in der ersten Hälfte des Jahres 1914 neben Lebensmitteln und Bekleidungsartikeln zu den oft beworbenen Konsumgütern in der Arbeiterpresse. Hier eine Anzeige aus der »Volksstimme« (Magdeburg) vom 23. Mai 1914.

Fahrräder hatten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr vom Luxusgegenstand zum Massenverkehrsmittel entwickelt. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden sie so günstig, dass sich auch besser verdienende Arbeiter ein Fahrrad leisten konnten. Die Vorteile des – wenn auch oft nur gebraucht – erschwinglichen Verkehrsmittels lagen auf der Hand: Nun war es möglich, weiter von der Arbeitsstätte entfernt zu wohnen, ohne Geld für öffentliche Verkehrsmittel ausgeben zu müssen. Allerdings verlangten einige Kommunen eine Fahrradabgabe für den Unterhalt von Radwegen. Das Fahrrad veränderte auch das Freizeitverhalten; auf eigene Faust oder im Arbeiter-Radfahrer-Bund »Solidarität« wurden Wochenendausflüge und Gruppenfahrten unternommen. Auch die technische Entwicklung hatte Anteil am Erfolg des Rads: Schlauchreifen und erste Vordergabelfederungen förderten die Freude am Fahren und ermöglichten längere Touren.23.5. Zweiradfahren_Volkswacht (Westpreußen) 6.5._1_Sozialdemokratie1914

Fahrradanzeigen aus der »Volkswacht« (Westpreußen) vom 6. Mai 1914.

Fahrradanzeigen aus der »Volkswacht« (Westpreußen) vom 6. Mai 1914.

Link zur Quelle: »Volksstimme« (Magdeburg) vom 23. Mai 1914.

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