Die Rote Woche geht zu Ende

Rekordhafter Abonnentenzuwachs durch erfolgreiche Agitation

Danksagung für die erfolgreiche Agitation in Lübeck im »Lübecker Volksboten« vom 17. März 1914.

Danksagung für die erfolgreiche Agitation in Lübeck im »Lübecker Volksboten« vom 17. März 1914.

Die breit angelegte Agitation vor und während der Roten Woche war ein voller Erfolg: Insgesamt konnten 148.109 neue Mitglieder gewonnen werden. Mit über einer Million Mitgliedern war die SPD mit Abstand die größte aller Parteien. Zudem war es der sozialdemokratischen Parteipresse gelungen, 83.784 neue Abonnenten zu werben. 1914 erschienen in Deutschland etwa 3.894 verschiedene Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 18 Millionen Exemplaren.[1] Damit befand sich das Zeitungswesen in Deutschland auf einem ersten Höchststand an Auflagenstärke und Vielfalt, welcher lediglich in der Weimarer Zeit nochmals gesteigert wurde. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 erreichten etwa 1.500 Zeitungstitel eine Gesamtauflage von gut 22,2 Millionen verkauften Exemplaren pro Erscheinungstag.[2]

[1] »Solidarität« vom 17. Januar 1914, S. 6.

[2] Anja Pasquay, Zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen in Deutschland 2013, Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.

Link zur Quelle: »Lübecker Volksbote« vom 17. März 1914.

Quelle zur Roten Woche: Robert Schmidt, Ein Rückblick auf die Rote Woche, in: Sozialistische Monatshefte, 1914, H. 9, S. 531–533.

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