Die Macht des Einkaufskorbs

Hauswirtschaft als politische »Waffe« der Frau

Ausschnitt eines Artikels der »Solidarität« vom 18. April 1914.

Ausschnitt eines Artikels der »Solidarität« vom 18. April 1914.

Am 18. April 1914 wies die »Solidarität«, das Organ des Verbands der Buch- und Steindruckerei-Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands, auf die wirtschaftliche Bedeutung des Hauswirtschaftens hin. Dabei wurde vor allem die Möglichkeit der aktiven politischen Einflussnahme durch überlegtes Einkaufen betont. Der »Einkaufskorb der Hausfrauen« wurde zur fraueneigenen »Waffe« gegen Konsumzwang und Lebensmittelwucher stilisiert. Die Teuerung der Lebensmittel, insbesondere bei Fleischprodukten, war im Frühjahr 1914 ein von der Presse oft aufgegriffenes Thema. Seit Ende der 1890er Jahre war etwa der Preis für Schweinefleisch um ein Viertel angestiegen. Die mühsam erkämpfte Steigerung der Löhne wurde durch diese Tendenz konterkariert.[1]

18.4. Macht des Einkaufskorbs_Innenaufnahme Küche um 1914_Sozialdemokratie1914

Hunger trotz Arbeit. Arbeiter in bescheidener Küche um 1914. Quelle: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

[1] Vgl. Teuerung und Löhne, in: »Volksstimme« (Magdeburg) vom 7. April 1914.

Link zur Quelle: »Solidarität« vom 18. April 1914.

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