»Einfluß der sozialen Lage auf den Alkoholismus«

Mediziner verdeutlichen den Zusammenhang von sozialem Elend und Alkoholismus1.3. Alkoholismus_Volkstümliche Zeitschrift_1_Sozialdemokratie1914

Bericht der »Volkstümlichen Zeitschrift für praktische Arbeiterversicherung« vom 1. März 1914.

Bericht der »Volkstümlichen Zeitschrift für praktische Arbeiterversicherung« vom 1. März 1914.

1909 hatte die SPD auf ihrem Leipziger Parteitag zum Boykott alkoholischer Getränke aufgerufen. Schon seit mehreren Jahren gab es in der Arbeiterbewegung eine Strömung, die durch den Verzicht auf Alkohol ihre Chancen im Klassenkampf stärken wollte. Bereits 1903 hatte sich der Deutsche Arbeiter-Abstinenten-Bund gegründet – mit dem Ziel, den Alkoholismus innerhalb der Arbeiterschaft und der Gesellschaft allgemein zu bekämpfen. Der Boykott war nicht nur gegen die Ausbreitung materiellen und geistigen Elends infolge von Alkoholgenuss gerichtet, sondern sollte auch Abgaben in Form von Branntweinsteuer an den Staat oder Tribute an die preußischen Großgrundbesitzer niedrig halten. Die Abstinenz war somit auch ein politisches Instrument. Dass Alkoholismus eine Folge sozialen Elends war und auch vor Schülerinnen und Schülern nicht Halt machte, vermittelte die »Volkstümliche Zeitschrift für praktische Arbeiterversicherung« vom 1. März 1914 – das Organ des Verbands der Bureauangestellten Deutschlands.

Der Kampf gegen den Alkoholismus wurde für längere Zeit ein Thema der Sozialdemokratie – hier eine Darstellung des Alkoholgehalts von Wein, Schnaps und Bier von 1920.

Der Kampf gegen den Alkoholismus wurde für längere Zeit ein Thema der Sozialdemokratie – hier eine Darstellung des Alkoholgehalts von Wein, Schnaps und Bier von 1920. Quelle: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Link zur Quelle: »Volkstümliche Zeitschrift für praktische Arbeiterversicherung« vom 1. März 1914.

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